COPD IM BILD

COPD ist eine fortschreitende und unumkehrbare Obstruktion der Bronchien. Der Sauerstoff gelangt also schwieriger in die Lungenbläschen. Dadurch enthält das Blut weniger Sauerstoff.

Drei Elemente spielen bei COPD eine Rolle:

  1. die fortschreitende Verengung der Bronchien infolge von Entzündung;
  2. die zunehmende Schleimabsonderung aus den Bronchien, sodass diese verstopft werden;
  3. die Zerstörung der Wände der Lungenbläschen, wodurch Emphysem entsteht.

Bei COPD ist die Obstruktion unumkehrbar, und wenn die Ursache (zum Beispiel Rauchen) nicht verschwindet, wird die Obstruktion schlimmer werden.

COPD IM BILD
COPD IM BILD

 

SYMPTOME VON COPD

Husten
Husten

 

Husten

Auswurf
Auswurf

 

Auswurf

Atemgeräusch
Atemgeräusch

 

Atemgeräusch

Atemnot
Atemnot

 

Atemnot

Haben Sie ein Risiko auf COPD?

  • Husten Sie regelmäßig?
  • Husten Sie regelmäßig Schleim aus?
  • Haben Sie manchmal eine pfeifende Atmung?
  • Sind Sie schneller außer Atem, als die meisten Menschen Ihres Alters?
  • Rauchen Sie oder haben Sie geraucht?
  • Sind Sie älter als 45 Jahre?
    Wenn Sie mindestens drei dieser Fragen mit Ja beantworten, sollten .

 

URSACHEN VON COPD

Rauchen ist unbestritten die wichtigste Ursache von COPD. Rauchen ist für 80 bis 85 % der COPD-Erkrankungen und Sterbefälle verantwortlich.

30 % aller Raucher bekommen COPD.

URSACHEN VON COPD
URSACHEN VON COPD

Ferner gibt es auch berufliche Ursachen, die nichts mit Rauchen zu tun haben, die aber bedeutend weniger oft vorkommen:

  • Luftverschmutzung;
  • Luftverschmutzung in Innenräumen, die oft mit dem Einsatz fester Brennstoffe zum Heizen oder Kochen verbunden ist;
  • Vorgeschichte von Atemwegsinfektionen in der Kinderzeit;
  • Stoff oder Stoffe, die für die Atemwege giftig sind, im Arbeitsumfeld
Luftverschmutzung
Luftverschmutzung

 

Luftverschmutzung

Luftverschmutzung in Innenräumen
Luftverschmutzung in Innenräumen

 

Luftverschmutzung in Innenräumen

Vorgeschichte von Atemwegsinfektionen
Vorgeschichte von Atemwegsinfektionen

 

Vorgeschichte von Atemwegsinfektionen

Toxic Inhalation
Toxic Inhalation

 

Toxic Inhalation

Lokke et al, Developing COPD: a 25 year follow up study of the general population, Thorax 2006; 61: 935-939. Centers for Disease Control and Prevention. National Center for Chronic Disease Prevention and Health Promotion. Tobacco Information and Prevention Source (TIPS). Tobacco Use in the United States. January 27, 2004.

 

AUSWIRKUNGEN VON COPD

COPD hat starken Einfluss auf das tägliche Leben. Husten, Schleim und Kurzatmigkeit sowie Schübe, die diese Symptome verschlimmern. In den schwersten Fällen kann Kurzatmigkeit bei einer geringen Anstrengung oder sogar im Ruhezustand eintreten.

 

DIAGNOSE VON COPD

Körperliche Untersuchung

Wenn Sie Ihrem Arzt zum ersten Mal über Ihre Atemprobleme erzählen, wird er Ihnen Fragen über Ihren bisherigen Gesundheitszustand stellen, zum Beispiel ob Sie rauchen, über die Symptome usw.

Danach untersucht er Sie und hört er Ihre Lungen ab.

Körperliche Untersuchung
Körperliche Untersuchung
Spirometrie
Spirometrie

Spirometrie

Danach schlägt der Arzt vor, eine Spirometrie ausführen zu lassen. Er erklärt dem Patienten, dass er für diese Untersuchung in ein Mundstück aus Kunststoff blasen muss, um so sowohl den Luftfluss als auch das Luftvolumen in der Lunge zu messen.

Genauer:

  • FEV1: das maximal ausgeatmete Volumen in einer Sekunde.
  • Die Vitalkapazität: das maximale Luftvolumen, das die Lunge zwischen einer maximalen Ausatmung und einer maximalen Einatmung fassen kann.
  • Der Tiffeneau-Index ist das Verhältnis FEV1/Vitalkapazität. Wenn dieser Index geringer als 0,7 ist, weist das auf eine Obstruktion hin.

 

BEHANDLUNG VON COPD

1. Änderung des Lebensstils

Eine Person, die an COPD leidet, muss unbedingt aufhören zu rauchen. Ihr Arzt kann Sie über Hilfsmittel und Methoden informieren, um mit dem Rauchen aufzuhören.

Änderung des Lebensstils
Änderung des Lebensstils
COPD
COPD

Bei COPD ist es besonders wichtig, sich weiter zu bewegen und aktiv zu bleiben.

Die Intensität dieser Aktivität muss an die Schwere der Erkrankung angepasst sein.

Durch Körperbewegung bleibt das Herz in Form und bleibt die Muskelmasse in ausreichendem Maße erhalten.

2. Medikation

Bronchodilatatoren (Arzneimittel zur Erweiterung der Atemwege) dienen dazu, die Bronchien zu öffnen. Die Verabreichung erfolgt über Inhalation, sodass diese Arzneimittel direkt auf die Atemwege einwirken. Es gibt zwei große Klassen von Bronchodilatatoren:

  • Bronchodilatatoren mit kurzer Wirkung. Diese werden nur bei Bedarf verwendet.
  • Bronchodilatatoren mit langer Wirkung. Diese werden regelmäßig verwendet und gehören zur Basisbehandlung von COPD.
Bronchodilatatoren
Bronchodilatatoren

Inhalationskortikosteroide: Cortison ist der stärkste Entzündungshemmer. Bei COPD werden Kortikosteroide meist über Inhalation verabreicht. Sie werden häufig in Kombination mit Bronchodilatatoren verabreicht. Inhalationskortikosteroide können die Symptome lindern, senken aber auch das Risiko auf eine Verschlimmerung.

Inhalationskortikosteroide
Inhalationskortikosteroide

WEITERE BEHANDLUNGEN

Theophyllin
Theophyllin

Theophyllin

Antibiotika
Antibiotika

Antibiotika

Schleimlösende Mittel
Schleimlösende Mittel

Schleimlösende Mittel

Impfung
Impfung

Impfung

Theophyllin, Antibiotika, schleimlösende Mittel und Impfung

Es gibt noch andere Arten von Arzneimitteln:

  • Theophyllin, ein Bronchodilatator, der oral eingenommen wird und nicht mehr so häufig angewendet wird.
  • Antibiotika, die manchmal bei Verschlimmerungen infolge einer bakteriellen Infektion notwendig sind.
  • Schleimlösende Mittel, die manchmal empfohlen werden, um Schleim flüssiger zu machen.
  • Die Impfung gegen Grippe und Pneumokokken wird nachdrücklich empfohlen.
Physiotherapie und Rehabilitation
Physiotherapie und Rehabilitation

Physiotherapie und Rehabilitation

Physiotherapie und Rehabilitation

Bei starker Kurzatmigkeit kann ein echter Teufelskreis entstehen:

  • Je stärker ein Patient an Kurzatmigkeit leidet,
  • Umso weniger er sich anstrengt. Wenn jemand sich aber immer weniger anstrengt, können das Herz und die Lunge diese Anstrengung auch immer weniger gut bewältigen. Außerdem nimmt dadurch auch die Muskelmasse ab.
Sauerstofftherapie
Sauerstofftherapie

Sauerstofftherapie

Sauerstofftherapie

Wenn die Lunge nicht mehr in der Lage ist, den Körper ausreichend mit Sauerstoff zu versorgen, sprechen wir von Ateminsuffizienz. In diesem Fall muss Sauerstoff von außen zugeführt werden. Diese Sauerstofftherapie wird jeden Tag mehr als 15 Stunden lang verabreicht.

Sie lindert nicht nur die Kurzatmigkeit, sondern verlängert auch die Lebenserwartung eines Patienten mit schwerer COPD.

Chirurgie
Chirurgie

Chirurgie

Chirurgie

Manchmal kann Chirurgie bei der Behandlung von CODP hilfreich sein:

  • Entfernung von ausgedehnten Emphysemschäden oder einer zu großen Luftblase, die den Rest der Lunge zusammendrücken könnte.
  • Lungentransplantation bei sehr schwerem Emphysem.